Key Visual Herzkurve

Echokardiographie, TEE, Stressecho

Echokardiographie:

Echokardiographie

Bei der Ultraschall-Untersuchung des Herzens handelt es sich um eine sehr wichtige, in vielen Fällen wegweisende Untersuchungsmethode.
Mit speziellen Schallköpfen (Sender und Empfänger) gelingt es, Ultraschall zwischen den Rippen hindurch – an der Lunge vorbei – bis ins Herz zu senden und dabei 1- 2- 3-dimensionale Schnittbilder des Herzens in verschiedenen räumlichen Ebenen zu erzeugen und auf dem Bildschirm darzustellen.
Das Verfahren erlaubt eine Beurteilung der Größe des Herzens und der einzelnen Herzkammern, der Kontraktionsfähigkeit der Herzmuskulatur, der Struktur der Herzklappen und ihre Beweglichkeit.
Zum Einsatz kommt routinemäßig die integrierte Farb-Dopplerechokardiographie, wobei Blutflüsse im Herzen akustisch, optisch und auch in Farbe zur Darstellung kommen. Damit können vor allem Anomalien der Herzklappen, angeborene Herzfehler, aber auch die Folgen eines Herzinfarktes oder einer entzündlichen Herzmuskelerkrankung eingeschätzt werden.

TEE = Transösophageale Echokardiographie

Beim TEE wird ein miniaturisierter Schallkopf, der auf einer Sonde montiert ist, die wie ein Gastroskop bei der Magenspiegelung geschluckt wird in der Speiseröhre genau hinter dem Herzen platziert. Die unmittelbare Nähe zum Herzen erlaubt Einblicke, die mit dem konventionellen Echo nicht möglich sind. Man erkennt beispielsweise sehr feine Strukturen wie Ablagerungen an den Herzklappen, kleine Blutgerinnsel in den Vorkammern, Defekte an Herzklappen und kleine angeborene Anomalien an der Herzscheidewand, außerdem erkennt man die Wandstrukturen der Körperschlagader (Aorta) und kann Ablagerungen oder Einrisse (Aneurysma) erkennen und genau lokalisieren.

Untersuchungsablauf:

Sie erhalten eine Oberflächenbetäubung der Rachenschleimhaut und ggf. auch ein leichtes Beruhigungsmittel, um den Würgereiz beim Schlucken der Sonde erträglich zu machen. Die Untersuchung nimmt normalerweise nicht mehr als 5 Minuten in Anspruch.

Stress-Echo (Belastungs-Echokardiographie):

Stress-Echo

Die häufigste Grund für ein Stress-Echo ist der Verdacht auf das Vorliegen einer koronaren Herzerkrankung (KHK).
Auch bestimmte Herzklappenfehler können bezüglich ihrer Relevanz unter Belastung beurteilt werden.
Bei einer dynamischen Stress-Echokardiographie, wie sie in unserer Praxis durchgeführt wird, befindet sich der Patient in Links-Seitenlage auf einer speziellen kippbaren Stressecho-Liege. Der Patient tritt in mehreren Belastungsstufen in die Pedale, während der Arzt die Ultraschalluntersuchung des Herzens durchführt. Abbruchkriterium ist, wenn eine bestimmte Herzzielfrequenz erreicht wird oder wenn der Patient entsprechende Beschwerden wie Brustschmerzen angibt. Wandbewegungsstörungen des Herzens unter Belastung erhärten den Verdacht auf das Vorliegen einer KHK.